Bundesverdienstkreuz für Alexander Leipold

Sechs Persönlichkeiten aus Unterfranken wurde am Montagmorgen (25.02.13) in Würzburg das Bundesverdienstkreuz verliehen. Einer von ihnen ist der Olympiasieger Alexander Leipold.
Rückschläge einstecken
Im Fürstensaal der Residenz Würzburg übergab Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck gemeinsam mit dem unterfränkischen Regierungspräsident Paul Beinhofer die zivilen Orden an die diesjährigen Preisträger. Einer der neuen Träger des Bundesverdienstkreuzes ist der 43 jährige Alexander Leipold. Der Karlsteiner wurde 2000 bei den Olympischen Spielen in Sydney Olympiasieger im Freistilringen. Der Athlet hat viele nationale und internationale Titel errungen.
Im Alter von 34 Jahren erlitt ein paar Jahre nach seinem Olympiasieg drei Schlaganfälle. In der Laudatio heißt es wörtlich: "Mit großem Einsatz erholte er sich von den Sprach- und Bewegungsstörungen und kämpfte sich in ein normales Leben und in die Spitzengruppe der deutschen Ringer zurück." Leipold war von 2005 bis 2009 Jugend-Bundestrainer und anschließend bis Ende letzten Jahres Bundestrainer der Herren im Freistilringen.
Vorbild und Inspiration für Jüngere
Seit 2003 engagiert er sich als Betroffener für die Stiftung "Deutsche Schlaganfall-Hilfe", wo er als überzeugender, kompetenter Botschafter wirkt. Leipold wird geehrt, weil er nicht nur ein sportliches Vorbild ist, sondern auch durch sein großes ehrenamtliches Engagement inspiriert. Weitere neue Träger des Bundesverdienstkreuzes sind Günter Dehn und Alfred Kalb aus Aschaffenburg, Kriemhilde Malinowski aus Würzburg, Hans Bauer aus Kitzingen und Erhard Rührschneck aus Kreuzwertheim im Landkreis Main-Spessart.
Ring frei für den Ruheständler
02.01.2013 · Solange Alexander Leipold Bundestrainer der Freistilringer war, durfte er nicht selbst kämpfen. Kaum im Ruhestand, mischt der ehemalige Weltklasseringer nun für seinen Heimatverein Dettingen die Landesliga auf.
Nach dem Rücktritt ist vor dem Comeback. Und so hat es nach seiner Demission als Bundestrainer der Freistilringer auch nicht lange gedauert, bis Alexander Leipold wieder auf der Matte stand. Allerdings nicht als Verantwortlicher, sondern als Kämpfer. Und auch nicht auf großer Bühne, sondern in kleiner Halle. Der ehemalige Weltmeister unterstützte seinen Heimatklub, den Stemm- und Ringverein Dettingen, beim prestigeträchtigen letzten Kampf des Jahres in der Landesliga Hessen gegen den KSV Neu-Isenburg. Trat mit seinen 43 Jahren gegen den halb so alten Shamz Azizi an. Und gewann. Mit Schultersieg. Die Schulturnhalle stand Kopf, die Weihnachtsfeier war gerettet. Und Leipold stellte klar: „Hier ringt nicht der Weltmeister und nicht der Bundestrainer, sondern einfach nur der Alex, der Spaß am Ringen hat.“
Interview - Sports meets Charity
SportMeetsCharity.de ist das größte Netzwerk zur Vorstellung von sozialem und gesellschaftlichem Engagement im Sport. Wir stellen die Menschen dahinter und ihr jeweiliges Engagement vor.
Nick Matuhin löst in China sein Olympia-Ticket
Taiyuan – Mit dem 2. Platz beim Olympia-Qualifikationsturnier in Taiyuan (China) löste der deutsche Ringer Nick Matuhin (120 kg) vom 1. Luckenwalder SC die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen nach London.
Tim Schleicher holt Olympiaticket
Helsinki – Der Freistilringer Tim Schleicher (60 kg/SV Johannis Nürnberg) steht beim Olympia-Qualifikationsturnier in Helsinki (FIN) im Finale und hat damit die Fahrkarte nach London 2012 erkämpft. Den Einzug in den Endkampf schaffte der Franke mit einem Sieg über den Armenier Artur Arakelyan in 2:1 Runden. Den entscheitenden Punkt erzielte Tim Schleicher in der letzten Sekunde der 3. Runde.


